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Fassade in Grasse.
Parfum wird in Grasse großgeschrieben.

Die Innenstadt erhebt sich auf einem Hügel über die äußeren Bezirke von Grasse.
Martin Skrodzki.
Mittagessen in Saint Tropez. Kati war nicht beeindruckt.
Aussicht von Giens auf die Île de Porquerolles.
Saint Cyr / Mer. Gibt es hier um diese Jahreszeit auch ein offenes Restaurant?
Monte Carlo – Nizza – Grasse – Cannes – St. Tropez – Giens – Saint Cyr-sur-Mer. So lautet unsere Fahrtroute entlang der vollgebauten Côte d’Azur. Nicht überraschend ist die Region sehr touristisch und wird zu dieser Zeit des Jahres vor allem von Rentnern heimgesucht, junge Menschen sind kaum zu sehen. Wenn die Geburtenrate sich weiterhin so negativ entwickelt und das Niveau der Gesundheitsversorgung hoch bleibt, dann sieht so wohl Deutschland in 2030 aus. Provencalische 60er-Jahrre Romantik à la Lous de Funès oder Brigitte Bardot sucht man auf jeden Fall vergeblich.
Uns bleiben Grasse und Giens als letzte Perlen in Erinnerung (wobei Grasse nicht direkt am Meer liegt).

Quelle: Bundesarchiv.
Das deutsche Kriegsschiff Admiral Graf von Spee lief im Dezember 1939 schwer beschädigt von der sogenannten „Battle of Honor“ im Hafen von Montevideo ein. Dem Kapitän wurde ein Ultimatum auferlegt, den Hafen innerhalb von 72h wieder zu verlassen. Eine Zeitspanne, die nicht ausreichte, die Schäden zu reparieren. Nach Kenntnisstand des Kapitäns zog sich zeitgleich ein zahlenmäßig überlegener Flottenverband der britischen Marine an der Mündung des Rio de la Plata zusammen. Um der aussichtlosen Lage und einer sicherlich auf beiden Seiten verlustreichen Schlacht zu entgehen, entschied er sich zur Selbstversenkung des Schiffs. Diese fand am 17. Dezember vor Montevideo statt. Die Besatzung des Bootes entkam mit kleineren Booten über den Rio de la Plata nach Buenos Aires.
Leider ist es schwierig, Zeugnisse der Graf Spee in Montevideo aufzuspüren. Lediglich im nicht öffentlich zugänglichen Kreuzfahrthafen ist ein Entfernungsmesser und ein Anker der Graf Spee ausgestellt. Wer weder eine Passage für ein Kreuzfahrtschiff oder eine Fähre, noch über eine schwer erhältliche Besuchs-Sondererlaubnis des Hafenamts verfügt, hat schlechte Karten das Denkmal besuchen zu dürfen.
Wir hatten nur unseren Charme, dem die Zugangskontrolle des Terminals jedoch schutzlos ausgeliefert war. Wir konnten also auch das Denkmal besuchen.

Der geborgene Entfernungsmesser der Admiral Graf Spee. Die Entfernung wurde anhand der optischen Entfernungsmessung ermittelt.

Der geborgene Anker.
Die geborgenen Schiffsteile befinden sich genau hier:
Größere Kartenansicht
Das Grab von Kapitän zur See Hans Langsdorff in Buenos Aires, wo er sich zwei Tage nach der Selbstversenkung der Graf Spee erschoß. Das Grab befindet sich auf dem Cementerio Alemán.
Das Estadio Centenario in Montevideo wurde anlässlich der ersten FIFA-Fußallweltmeisterschaft im Jahre 1930 gebaut. Aufgrund des 1930 gefeierten 100-jährigen Unabhängigkeitsdatums von Uruguay wurde das Stadion Centenario genannt.
Der Bau wurde damals in weniger als neun Monaten fertig gestellt, eine Tatsache, auf die die Urus zu Recht nach wie vor stolz sind. Und natürlich darauf, damals im Endspiel Argentinien 4:2 bezwungen zu haben und damit der erste Fußballweltmeister der Geschichte zu sein (nachdem sie 1924 und 1928 jeweils das Fußballturnier der Olympischen Spiele in Paris und Amsterdam gewonnen haben).
Der Torre de los Homenajes.
Heute finden die Länderspiele der urugayischen Nationalmannschaft und die Spiele der Stadtmannschaften Nacional und Peñarol im Centenario statt. Im Bauch des Stadions befindet sich ein Fußballmuseum, der Eintritt beträgt ca. 3 Euro, es ist von Montag bis Freitag jeweils von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Als Fußballfan und Groundhopper darf man sich den Besuch natürlich nicht entgehen lassen.
Katja im FIFA-Fußballmuseum.
Die Tribuna Olimpica.
Ursprünglich bot das Stadion Platz für 100 000 Menschen, heute werden nur noch knapp 65 000 Menschen reingelassen.
Der Geist der Geschichte weht durch das Stadion.
Die Essenstände.
Eine Wurst oder ein Hamburger kosten ca. 2 Euro, ein Frankfurter nur einen Euro.
Für uns schliesst sich ein weiterer Kreis. Mit dem Centenario, dem Maracanã, der Bonboñera, dem Chaco und dem Monumental haben wir nun die wichtigsten Fussballtempel Südamerikas besucht.
Blick aus dem Hotelzimmer.
Montevideo, Hauptstadt Uruguyas mit 1,5 Millionen, befindet sich am nördlichen Rand der Mündung des Rio de la Platas in den atlantischen Ozean. Böse Geister behaupten es handle sich bei der Hafenstadt um nicht mehr als eine Vorstadt des 100 km weiter westlich gelegenen Buenos Aires. Das ist jedoch eine unfaire Behauptung, hat die Stadt doch mit einer schönen Altstadt und einem geschäftigen Hafen einiges zu bieten. Es ist hier eben alles etwas kleiner und gemütlicher. Und genau das macht den Charme der Stadt aus.
Palacio Salvo am Plaza Independencia.
Hochhaus am Independencia.
An der Costanera.
Fischer im Hafen.
Cuidad vieja.
Typische Kneipenszene.
Gruppenbild.
Palacio Legislativo.
Radtour im Hafen.
Kreuzfahrtschiff im Hafen.
Kanonen gegen Montevideo.
Am Strand von Pocito.
Übrigens, wen es einst an die nördlichen Gestade des Rio de la Plata spült, der sollte es nicht verpassen, sich an einem Grappamiel gütlich zu tun. Der Digestif, elaboriert aus Grappa und Bienenhonig, hat es mir ziemlich angetan (diese Aussage hat nichts mit obenstehendem Bild zu tun, dort ruhe ich mich nur aus).